Voraussetzungen und Möglichkeiten der Kompetenzentwicklung bei Werkern und Werkerinnen
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130316
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Abstract
In drei Betrieben der industriellen Produktion wurden in diesem Projekt neue Formen der Kompetenzentwicklung an- und ungelernter Produktionsarbeiter für besondere Problemstellungen eruiert und evaluiert. Auch in diesem Teilbereich der Produktionsarbeit bilden sich neue und komplexere Tätigkeitsfelder heraus, in denen heute viel mehr Umgelernte als Ungelernte zu finden sind. Für diese Gruppe der qualifizierten Routinearbeiter wird hier der Begriff Werker/innen bevorzugt. Die traditionellen reinen Anlernkonzepte reichen für diese nicht mehr. Qualitative Anforderungsveränderungen resultieren v.a. aus der Zunahme indirekter Aufgaben an der Schnittstelle Mensch-Produktionsprozess, aus der wachsenden Bedeutung der Mensch-Maschine-Schnittstelle und aus der Integration von symbolverarbeitenden Operationen an der Schnittstelle Mensch-IT-System. In Interviews wurden Lernanforderungen als immanenter Bestandteil heutiger Produktionsarbeit gesehen. Nicht nur bei der Bewältigung von Belastungen (Monotonie etc.), sondern auch von Lernanforderungen wird unerwartet stark auf die kooperative Regulation in Arbeitsgruppen gesetzt. Wichtigste Lernform ist das kollektive Lernen in natürlichen Praktikergemeinschaften wie Schichtgruppen. Besonders lernförderlich ist die Öffnung der Grenzlinien zwischen Praktikergemeinschaften z.B. durch Förderung des "Grenzgängertums" (Rotation). (BIBB-Doku)