Die Förderung des schulischen Selbstkonzeptes
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98281
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Abstract
Das Selbstkonzept wird als bewertetes Set von selbstbezogenen Wahrnehmungen, Glaubenssätzen bzw. Attributen definiert. Diese beinhalten selbstreflexive Bilder, Beschreibungen, Wertstandards, Evaluationen und Erwartungen. Selbstkonzeption und Selbstwertgefühl stehen in Wechselwirkung miteinander. Das Selbstkonzept als eine Einflussvariable in bezug auf Schulleistungen fand bei der Entwicklung pädagogischer Konzepte dennoch nicht genügend Beachtung. Den Verfasser interessierten zwei Fragestellungen: Welches ist der hierarchische Aufbau des schulischen Selbstkonzeptes und besteht eine reziproke Relation zu Schulleistungen? Er kam zu dem Ergebnis, dass das schulische Selbstkonzept einem schwach hierarchischen, facettenartig aufgebauten Konstrukt mit eigenständigen Dimensionen entspricht. Ferner, dass eine signifikante kausale Wechselwirkung zwischen Selbstkonzept und Schulleistungen besteht, so dass eine Förderung schulischer Selbstkonzepte die Schulleistungen positiv beeinflusst. Sensibilisierung für die Zusammenhänge sowie Bewusstseinsbildung bei Lehrenden und Lernenden sind Voraussetzungen für erfolgreiche Förder- und Entwicklungsmassnahmen. (BIBB2)