Standards in der beruflichen Bildung und der EQR : Anmerkungen zur bemerkenswerten Karriere eines europäischen Konzepts

bibb.id131516
dc.contributor.authorMünk, Dieter [Verfasser]
dc.coverage.spatialDE
dc.date.accessioned2018-12-17T16:54:56Z
dc.date.available2018-12-17T16:54:56Z
dc.date.issued2008
dc.description.abstractDer Autor setzt sich mit den "technizistischen" Anforderungen an Bildung und berufliche Bildung auseinander, die sich in Bildungsstandards und Kompetenzmodellen, in Qualifikationsrahmen und Leistungspunktesystemen materialisieren und im Kern ein Ergebnis des vermittelten und schwer prüf- und nachweisbaren Zwangs internationaler Benchmarking- und Vergleichsstudien sind. Er befürchtet wird, dass diese Modelle, die Quantitäten zählen und Kompetenzen messen und vom Geist des Controllings und effizienter Steuerung beseelt sind, möglicherweise dazu führen, dass das Kernziel pädagogischer "Menschenbildung" als immer noch überzeugende Grundidee unter die Räder gerät. Die Diskussion um Bildungsstandards in der Allgemeinbildung gehen zurück auf die verschiedenen internationalen Vergleichsstudien der letzten Jahre, vor allem PISA. In der Berufsbildung ist die Diskussion in vielen relevanten Feldern (Kompetenzentwicklung und Kompetenzmessung, (Berufs-)Bildungsstandards, Handlungsorientierung, Qualitätsdiskussion) deutlich früher, Mitte der 90er Jahre begonnen worden und hat inzwischen einen Entwicklungsstand erreicht, der weiter fortgeschritten ist als jener im Bereich der Allgemeinbildung. Die meisten Ansätze und Reformbestrebungen sind dabei als Reaktionen zur Bewältigung interner und externer struktureller Krisenerscheinungen der Berufsausbildung, vor allem des Dualen Systems zu verstehen und waren vom Diskurs des europäischen Integrationsprozesses weitgehend entkoppelt. Als Zäsur der europäischen Integration und Kooperation gilt der Lissabon-Prozess, der in der Folge durch weitere programmatische Strategien ergänzt wurde. Im Zuge dieses umfassenden Reformprozesses wurde das Konzept eines Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) als Metarahmen entwickelt, der die klassischen Ziele des Integrationsprozesses mit neuem Ansatz verfolgen sollte (Mobilität, Transparenz, Vergleichbarkeit und/oder Anerkennung von formalen, informellen und non-formalen Fähigkeiten, Qualifikationen, Kompetenzen). Der EQR wird als ein mögliches Modell zur Definition von Standards in der beruflichen Bildung gesehen und bündelt, obwohl er jedoch keinesfalls einen bildungstheoretisch befriedigenden Ansatz bietet, einen großen Teil der zentralen Kernfragen der Reformen zur Modernisierung von Bildungssystemen. Sein Erfolg hängt jedoch ganz wesentlich von den jeweiligen nationalstaatlichen Umsetzungen ab, für die entscheidend ist, dass theoretische, gesellschaftliche und sozialstrukturelle Spezifika nicht außer Acht gelassen werden. (BIBB-Doku)
dc.format.extentS. 273-292
dc.format.illustrationLiteraturangaben
dc.identifier.urihttps://bibb-dspace.bibb.de/handle/BIBB/748499
dc.language.isode
dc.relation.ispartofBerufspädagogische Forschung in sozialer Verantwortung : Festschrift für Josef Rützel zum 65. Geburtstag / Uwe Faßhauer [Hrsg.] ; Dieter Münk [Hrsg.] ; Angela Paul-Kohlhoff [Hrsg.]
dc.subject.classificationS 2.2.5 Standards in der beruflichen Bildung
dc.subject.classificationI 1.2 Anrechnung im Ausland erworbener Leistungen & Abschlüsse
dc.subject.classificationS 2.3 Berufsbildungspolitik
dc.subject.classificationI 2.2 Europa
dc.subject.otherBerufsbildung
dc.subject.otherBildungsstandards
dc.subject.otherEuropäischer Qualifikationsrahmen
dc.subject.otherBildungspolitik
dc.titleStandards in der beruflichen Bildung und der EQR : Anmerkungen zur bemerkenswerten Karriere eines europäischen Konzepts
dc.typeText
dc.typeSammelbandbeitrag

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