Das japanische Bildungswesen : unter Berücksichtigung der beruflichen Bildung
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Abstract
Der Artikel gibt einen Überblick über das japanische Bildungssystem. Die betriebliche Berufsausbildung und Weiterbildung wird durch ein System öffentlicher Berufsausbildung und Weiterbildung ergänzt, das u.a. die Ausbildung der Ausbilder beinhaltet. Das Fallbeispiel eines japanischen Grossunternehmens zeigt, "dass die betriebliche Aus- und Weiterbildung auf eine langfristige Qualifizierung der Mitarbeiter ausgerichtet ist. Die betriebliche Bildung basiert damit auf dem System der lebenslangen Beschäftigung bzw. der Erwartung, dass ein Arbeitnehmer bis zum Erreichen des Firmenpensionsalters im Unternehmen bleibt. Dabei stehen bei der Grundausbildung der Neueingestellten effektive Lernziele im Vordergrund. Diese konzentrieren sich besonders auf die Einführung in die Unternehmensphilosophie, auf die Erziehung zu bestimmten Verhaltensweisen wie Höflichkeit, Ausdauer und Disziplin sowie auf die Förderung des Gruppenbewusstseins. Dabei soll die Identifikation jedes Mitarbeiters mit dem Unternehmen erreicht werden. Die fachliche Qualifizierung erfolgt erst im Laufe des beruflichen Werdegangs, wobei die Ausbildung nicht als abgeschlossener Prozess betrachtet werden kann. Infolge des planmässigen Arbeitsplatzwechsels bildet das On-the-Job-Training immer wieder die Grundlagen für die Bewährung in einer neuen Position. Ergänzend dazu wirken die arbeitsplatzfernen Aus- und Weiterbildungsmassnahmen und die Unterstützung der "Selbstentwicklung" der Mitarbeiter." (IAB2)