Lehrerurteile in unterrichtlichen Fehlersituationen : Theoretische Rekonstruktion eines schulischen Alltagsphänomens

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"Eine Dimension konkreten Unterrichtshandelns der Lehrkraft ist die "diagnostische Klärung von nicht erfolgreichen Lernprozessen". Als Indikator dafür können Schülerfehler bei der Bearbeitung von Lernaufgaben im Klassenzimmer angesehen werden. Die informellen Diagnosen seitens der Lehrkraft in einer konkreten Unterrichtsinteraktion werden in diesem Zusammenhang als "intuitive Urteile, Einschätzungen und Erwartungen" angesehen, die meist "beiläufig und unsystematisch im Rahmen des alltäglichen erzieherischen Handelns gewonnen werden und direkt in [Handlungs-]Entscheidungen einmünden." Ziel des theoretisch orientieren Aufsatzes ist die Beantwortung der Frage, wie Lehrkräfte fehlerhafte Lernhandlungen der Schüler im Unterrichtsprozess diagnostizieren bzw. wie ein Fehlerurteil strukturell beschrieben werden kann. Die Urteilsbildung nimmt im Prozessmodell eine zentrale Rolle ein und wird im Rahmen der vorliegenden Arbeit im Hinblick auf fehlertheoretische Überlegungen spezifiziert. Dabei wird argumentiert, dass neben kognitiven Aspekten des professionellen Lehrerhandelns der wenig beachtete Aspekt der 'Volition' bedeutsam für die Umsetzung von Diagnoseentscheidungen in konkretes Handeln ist." (Autorenreferat; BIBB-Doku)

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