Bildung im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichen Qualifikationsanforderungen und individuellen Entwicklungsbedingungen
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"Die Frage nach der Legitimität pädagogischen Handelns wird von zwei grossen Themen bestimmt: Führen oder Wachsen lassen? und Befähigung zur Erfüllung gesellschaftlicher Anforderungen oder Selbstverwirklichung? Sollen die nachwachsenden Generationen - so die traditionsreiche Frage - befähigt werden, die Erwartungen, Ansprüche, Arbeitsaufgaben der Gesellschaft zu erfüllen oder soll bzw. darf die Bildungsarbeit sich nur an den Entwicklungsbedürfnissen Lernender bzw. sich am Postulat der individuellen Selbstverwirklichung jedes Menschen orientieren? Diese beiden Zielgrössen wurden und werden zum einen häufig als Alternativen oder gar als Widersprüche aufgefasst; zum anderen galten und gelten sie - jede für sich - als Prämisse für durchaus ableitbare Zielbestimmungen bildungspraktischen Handelns. Im Beitrag geht es um drei Fragen: 1. Ist die Unterstellung oder Behauptung haltbar, dass zwischen den beiden Bezugsgrössen ein Widerspruch besteht? 2. Handelt es sich dabei um Ableitungsvoraussetzungen für Massgaben bildungspraktischen Handelns? 3. Was ist - wenn diese beiden Fragen verneint werden müssen - der (verbleibende) pädagogische Stellenwert dieser traditionsreichen Orientierungsgrössen?" (Autorenreferat)
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