Zur Frage der Verwertbarkeit schulischer Berufsbildung am Beispiel der baden-württembergischen Berufskollegs : Welchen Beitrag leisten didaktische Innovationen?
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127134
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Abstract
"Mit Blick auf das baden-württembergische Berufskolleg, einer Form der Höheren Berufsfachschule mit Assistentenabschluss, stellt sich die Frage, inwieweit der "Output" dieser Schulform, d.h. seine Qualifizierungsleistung, den anderen Subsystemen oder dem gesellschaftlichen System tatsächlich eine bedarfsgerechtes Leistungssegment zur Verfügung stellt. Diese "externe Funktionalität" ist für die seit enigen Jahren vorgetragene bildungspolitische Legitimation des Übungsfirmenkonzepts am Kaufmännischen Berufskolleg in Baden-Württemberg eines der zentralen Argumente. Mit der sog. "Zukunftsoffensive III" wird die Erwartung verknüpft, dass die in einer Übungsfirma erworbene Praxiserfahrung einen direkten Einstieg ins Berufsleben ermöglicht oder verstärkt Ausbildungsverträge mit verkürzter Ausbildungsdauer eröffnet werden. Damit könnte die qualifikationsorientierte Funktion des Berufskollegs gestärkt und der Assistenabschluss im Vergleich zum Berufsabschluss im dualen System aufgewertet, im Idealfall sogar gleichgestellt werden. Der Beitrag thematisiert diese didaktische Innovation im Kontext der aktuellen Berufsbildungspolitik und präsentiert erste Ergebnisse eines diesbezüglichen Evaluationsprojekts." Diese zeigen, dass eine Gleichwertigkeit der Berufskollegs zu den dualen Ausbildungen (noch) nicht erreicht ist. Unter dem Aspekt der 'externen Funktionalität' wurden die Bildungsgangentscheidung und die Motivation auf Seiten der Schüler sowie die Akzeptanz des Berufskollegs und seiner Qualifizierungsleistungen auf Seiten der Unternehmen untersucht. (Autorenreferat/BIBB))