Politische Bildung in der Berufsausbildung : Trägt das Lernen in Schule und Betrieb zur Ausbildung eines politischen Bewusstseins bei?
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137132
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Abstract
Bei der beruflichen Erstausbildung geht es vorrangig um das Ziel, junge Menschen langfristig für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Einkommenssicherung und Beschäftigungsfähigkeit stehen hierbei im Vordergrund. Die Autorin befasst sich indes vor dem Hintergrund individueller Identifikation und sozialer Integration mit dem Bildungsauftrag, junge Menschen in die Lage zu versetzen, die betrieblichen und gesellschaftlichen Strukturen aktiv mitzugestalten. Nach einem Blick auf die Geschichte der Berufsausbildung sowie der berufspädagogischen Theorieentwicklung zeigt sie auf, dass Berufsausbildung immer schon eine politische Dimension hatte, auch wenn bis weit in die 1970er Jahre eine Anpassungsperspektive dominierte. Mit dem Strukturplan des Deutschen Bildungsrates 1970 sowie in kompetenztheoretischen Ansätzen in der Berufsbildungstheorie wird der politischen Bildung im Rahmen der Berufsausbildung und der Förderung einer verantwortungsvollen gesellschaftlichen Teilhabe der Auszubildenden ein zentraler Stellenwert eingeräumt. Aufgrund der geringen Bedeutung der politischen Bildung in den Lernorten Schule und Betrieb formuliert die Autorin Konsequenzen für den Ausbau und die zukünftigen Aufgaben der politischen Bildung in der schulischen und außerschulischen beruflichen Bildungsarbeit. (BIBB-Doku)