Arbeitsmarktintegration von gering qualifizierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen: Bildungsvoraussetzungen, Erwerbsbeteiligung und berufliche Platzierung 1992 bis 2003
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Abstract
In der Diskussion um Bildungs- und Berufschancen wird mittlerweile vermehrt von Bildungsarmut gesprochen. Dabei handelt es sich um Personen, die ein niedrigeres Bildungsniveau als der Bevölkerungsdurchschnitt aufweisen. Der Beitrag konzentriert sich auf die Arbeitsmarktintegration von jungen Erwachsenen mit niedrigen Bildungsabschlüssen im Zeitraum 1992 bis 2003. Auf der Basis des kumulierten Datensatzes des DJI-Jugendservey werden sowohl das Ausmaß der Bildungsarmut unter den 16- bis 29jährigen Erwerbspersonen, deren Erwerbsbeteiligung als auch die berufliche Platzierung untersucht. Ein Überblick über theoretische Annahmen und empirische Befunde zu den Einflussfaktoren des Wandels der Erwerbsintegration gering qualifizierten Jugendlichen skizziert den Forschungsstand. Die berichteten Ergebnisse zeigen, dass der Anteil der Bildungsarmen - definiert über ein fehlendes oder niedriges Bildungszertifikat - im Westen tendenziell zurückgeht und die Chancen dieser Gruppe sich verschlechtert, eine Ausbildung zu finden und abzuschließen und demzufolge ihr Arbeitslosigkeitsrisiko steigt. Im Osten ist Bildungsarmut ein neues Phänomen und hat deutlich zugenommen im Zeitverlauf. Insgesamt wird deutlich, dass die Schere zwischen den Ausbildungs- und Berufschancen der jungen Menschen mit hohem und mittlerem Bildungsniveau einerseits und derjenigen mit niedrigem andererseits deutlich zugenommen hat. (BIBB-Doku)