Reform der Berufsausbildung : eine Zwischenbilanz : Tagung der kaufmännischen Ausbildungsleiter (1998, Leipzig)
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85744
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Bonn
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Abstract
Die Verfasserin stellt die in der Reform der Berufsausbildung bisher erreichten Erfolge und den noch bestehenden Handlungsbedarf dar. Zu den Erfolgen zählt sie, dass die Aktualisierung der Ausbildungsberufe erheblich beschleunigt wurde, dass zahlreiche neue Berufe vor allem in den Bereichen Dienstleistungen, Informations- und Telekommunikationstechnik sowie Medien geschaffen wurden, dass die Ausbildungsangebote für unterschiedliche Leistungsgruppen weiter differenziert wurden, dass grundsätzlich mehr Flexibilität in der Ausbildung erreicht und der überproportionale Anstieg der Ausbildungskosten gestoppt wurde. Handlungsbedarf sieht sie in der Vorphase der Neuordnungsverfahren und fordert die Verkürzung des politischen Entscheidungsprozesses bis zur Einigung über die Eckdaten. Zu langwierig seien auch die Entscheidungsprozesse bei der Entwicklung neuer Berufe und neuer Beschäftigungsfelder. Für gering begabte Jugendliche seien adäquate Ausbildungsmöglichkeiten zu schaffen. Um ein breites Ausbildungsengagement der Betriebe zu erreichen, seien die Ausbildungsordnungen klar, praxisnah und verständlich zu formulieren sowie flexibel und offen anzulegen. Die Aufgabenteilung zwischen Betrieb und Berufsschule müsse klar sein. Das von der Kultusministerkonferenz geforderte Prinzip der Basisberufe lehnt die Verfasserin ab, da es zu einer Verlängerung und Verteuerung der Ausbildung und deshalb zum Rückzug vieler Betriebe aus der Ausbildung führe. (BIBB2)