"Etwas machen. Geld verdienen. Leute sehen." : Arbeitsbiografien nach einer IV-Anlehre oder praktischen Ausbildung
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169904
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Edition SZH/CSPS
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Zürich
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Abstract
Die subjektive Bedeutung beruflicher Bildung für Menschen mit einer Lern- oder Leistungsbeeinträchtigung ist empirisch kaum untersucht. In der sozialpolitischen Diskussion sowie in den fachlichen Überlegungen zu Ausbildung, Beschäftigung und strukturellen Bedingungen von Integration fehlt deshalb die Perspektive der Direktbetroffenen. Vor diesem Hintergrund wurden im vorliegenden Projekt arbeitsbiografische Verläufe von Absolventinnen und Absolventen einer erstmaligen beruflichen Ausbildung (IV-Anlehre oder Praktische Ausbildung nach INSOS) untersucht. Befragt wurden Personen aus der ganzen Schweiz, die zwischen 1995 und 2010 eine solche Ausbildung abgeschlossen haben sowie Personen aus ihrem Arbeits- und Beschäftigungskontext. Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass die Bedeutung einer Ausbildung sich in einem dynamischen Prozess entfaltet, in welchem spätere Erfahrungen maßgebend dafür sind, ob eine Ausbildung für die Absolventinnen und Absolventen auf persönlicher, sozialer, struktureller oder wirtschaftlicher Ebene wichtig wird. Als relevant für die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung am Arbeitsleben erweisen sich eine gelingende Übergangsgestaltung (z.B. in der Phase der Berufsfindung oder im Übergang von der Ausbildung in das Erwerbsleben) und langfristig ausgerichtete Formen der Unterstützung und Begleitung. Denn: Nicht gelungene Übergänge stellen infrage, was mit vorangehenden Maßnahmen erreicht wurde. (Hrsg.; BIBB-Doku)