Autonomie und Profilbildung im berufsbildenden Schulwesen in Österreich : ein vernachlässigtes Forschungsfeld?

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Abstract

Der Beitrag untersucht die Bedeutung der Dezentralisierung von Entscheidungsbefugnissen und der Autonomisierung der Schulstandorte im berufsbildenden Schulwesen in Österreich. In einem ersten Teil wird die (historische) Entwicklung von Schulautonomie dargestellt sowie die ursprünglich damit verknüpften Erwartungen der verschiedenen Betroffenen und Beteiligten analysiert. Dann werden die gegenwärtigen Bestimmungen zur Autonomie umrissen, wobei auch ein Vergleich zwischen dem allgemein bildenden Schulwesen und der beruflichen Erstausbildung vorgenommen wird. Anhand von zentralen Ergebnissen einer aktuellen Studie soll ein Bild der Umsetzung der Schulautonomie aus der Sicht der Schulleitungen gezeichnet werden. Danach wird die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Thema untersucht und der Stand der Forschung (einschließlich Begleitforschung) dargestellt. Dabei werden aktuelle Forschungsstränge zur Reform des Bildungswesens analysiert sowie nach wie vor bestehende Informations- und Analysedefizite in der Erforschung der Schulautonomie heraus gearbeitet. Mit der Formulierung von weiterführenden Fragestellungen schließt der Artikel. Einerseits wird die Ausprägung der Dezentralisierung und Autonomisierung in Österreich kritisch hinterfragt, andererseits wird das Thema Schulautonomie in Bezug gesetzt zu gegenwärtigen Reformansätzen und -diskursen, wie z.B. die Qualitätsdiskussion, und auf Widersprüchlichkeiten und Unzulänglichkeiten der bisherigen Autonomisierung eingegangen." (Autorenreferat, BIBB-Doku)

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