Selbstgesteuertes Lernen : Ausweg aus oder neue Variante in dem ungleichen Kampf um das lebenslange Lernen?
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141528
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Abstract
"Der Artikel nimmt den Sachverhalt, dass individuelle und institutionelle Weiterbildung im letzten Jahrzehnt rückläufig sind und sich an den sozialen Selektionsmustern in der Weiterbildungsteilnahme nichts geändert hat, zum Ausgangspunkt für die Frage, ob und wieweit in der Erwerbsarbeit, die sich als entscheidendes Merkmal für individuelle Weiterbildungsteilnahme erweist, Ansätze zur Erhöhung der Weiterbildungsteilnahme zu finden sind. Es wird von der Prämisse ausgegangen, dass stärker als in der Vergangenheit die Fähigkeit zu Selbststeuerung und Selbstorganisation zur zentralen individuellen Bedingung für die Teilhabe an Weiterbildung/lebenslangem Lernen geworden ist. Die Ergebnisse der vom Verfasser durchgeführten Repräsentationsstudie zum Weiterbildungsverhalten und -bewusstsein der deutschen Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter zeigen, dass eine lernförderliche Arbeitsorganisation nicht allein einen gegenüber vorberuflicher Sozialisation eigenständigen Faktor für Weiterbildungsteilnahme abgibt, sondern gerade für Selbststeuerungskompetenz die entscheidende Größe darstellt. Damit tritt die betriebliche Arbeitsorganisation, die in der weiterbildungspolitischen Diskussion bisher vernachlässigt ist, neben andere institutionelle Bedingungen als Komplex der Ermöglichung oder Blockierung von Weiterbildungsteilhabe." (Autorenreferat, BIBB-Doku)