Die Netzwerkanalyse als Methode zur Untersuchung von Kooperationsstrukturen in der Weiterbildung
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80487
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Abstract
In nahezu allen sozialen und pädagogischen Arbeitsfeldern wird Kooperation und Vernetzung ein bedeutendes Lösungspotenzial für Strukturprobleme zugeschrieben. Im Beitrag wird ein sozialwissenschaftlicher Netzwerkbegriff verwandt, der Netzwerk nicht als eine "Organisationstheorie-Kategorie", sondern als eine analytische Kategorie erfasst. Danach lässt sich ein soziales Netzwerk als ein Geflecht sozialer Beziehungen von Einheiten und Verknüpfung zwischen diesen definieren. Im Beitrag wird beispielhaft gezeigt, wie netzwerkanalytische Konzepte als Bezugs- und Analyserahmen für Untersuchungen zur Kooperation dienen können. Dabei wird auf die Studie zur lokalen Institutionenlandschaft der Weiterbildung (JÜTTE) zurückgegriffen. Das institutionelle Netz wurde unter der Fragestellung analysiert, in welcher Beziehung die Akteure zueinanderstehen. Dieses Vorgehen wird anhand zweier Beispiele, der Erhebung des institutionellen Gesamtnetzes und der Analyse von Beziehungskonstellationen, gezeigt. Abschliessend werden die Vorteile der Netzwerkanalyse in der Weiterbildungsforschung dargestellt, deren Leistung insbesondere in der Akzentuierung von akteurs- und systembezogener Dimension gesehen wird. (BIBB2)