Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland in Krisenzeiten
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185418
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Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie
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Berlin
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Abstract
"Nachdem die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland in den vergangenen fünfzehn Jahren deutlich gesunken ist, könnte sie jetzt um bis zu 40 Prozent ansteigen. Zwar sind davon, relativ gesehen, Hochschulabsolventen und beruflich Qualifizierte stärker betroffen, allerdings sind die Zukunftsaussichten für geringqualifizierte junge Menschen besonders ungünstig. Männer sind dabei durchgängig stärker betroffen als Frauen. Die Analysen zeigen zudem, wie sehr die Jugendarbeitslosigkeit durch wenig wirksame Bildungsangebote kaschiert wird. Dies sind die Kernergebnisse einer aktuellen Analyse des FiBS zur Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland in Krisenzeiten. Die Studie zeigt einerseits, dass die Jugendarbeitslosigkeit über alle Qualifikationsniveaus hinweg bei jungen Männern wie Frauen deutlich rückläufig ist. Andererseits wird deutlich, dass in Krisenzeiten fast ausschließlich die Arbeitslosigkeit junger Männer ansteigt, während die der jungen Frauen zum Teil sogar weiter sinkt. Dies gilt über alle Qualifikationsgruppen hinweg. Ursächlich hierfür sind sowohl unterschiedliche Berufspräferenzen und Ausbildungswege als auch eine bessere Entwicklung in Berufen, die eher von Frauen und weniger von Männern gewählt werden. Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland sinkt seit 15 Jahren deutlich. Betrachtet man die vergangenen fünfzehn Jahre, dann zeigt sich ein deutlicher Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit, bezogen auf die 15- bis 24-jährigen jungen Menschen, in Deutschland von 15,5 (2005) auf unter 6 Prozent im vergangenen Jahr. Dieser Trend gilt für alle Gruppen von den Un- oder Geringqualifizierten bis hin zu den beruflich und Hochqualifizierten. Allerdings ist das Niveau an Arbeitslosigkeit bei den Geringqualifizierten mit fast 9 Prozent mehr als doppelt so hoch wie bei den beruflich Qualifizierten und Akademiker/Innen (3,9 bzw. 3,1 Prozent)." (Hrsg.; BIBB-Doku)