Fachkräftemangel und Ausbildung im Handwerk
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Abstract
„Im Jahr 2022 gab es durchschnittlich 236.818 offene Stellen in überwiegend handwerklichen Berufen – ein neuer Höchstwert. Zeitgleich sank die Zahl der arbeitslosen Handwerker weiter ab, sodass es im Jahr 2022 nur etwa halb so viele Arbeitslose wie offene Stellen gab. In der Folge konnten im Jahr 2022 etwa 129.000 offene Stellen rein rechnerisch nicht besetzt werden, weil es bundesweit keine passend qualifizierten Arbeitslosen gab. Die meisten Fachkräfte fehlten dabei im Bauhandwerk, wie der Bauelektrik und der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. In diesen Berufen reagieren Unternehmen auf den Mangel, indem sie mehr Ausbildungsplätze anbieten. Da auch die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber steigt, gelingt es, anders als in vielen anderen Berufen, mehr neue Ausbildungsverträge abzuschließen. Dennoch reicht die Zahl der Bewerber:innen nicht aus, um alle Lehrstellen zu besetzen, sodass viele unbesetzt bleiben. In den Top-Engpassberufen im Lebensmittelhandwerk sowie im Metallbau gelingt es bislang nicht, mehr Jugendliche für eine Ausbildung zu gewinnen. Hier nehmen Ausbildungsplatzangebot und -nachfrage weiter ab.“ (Autorenreferat; BIBB-Doku)