Neue Wege der beruflichen Bildung : Fachtagung "Neue Wege der beruflichen Bildung - Chancen für junge Menschen mit Behinderungen" (1998, Leipzig)
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Abstract
Auf der Fachtagung der Bundesarbeitsgemeinschaft im Berufsbildungswerk Leipzig für Hör- und Sprachgeschädigte im November 1998 entwarf PÜTZ Vorschläge zur Minderung des Ausbildungsstellendefizits. Er erläuterte auch u.a. die Notwendigkeit von Berufsfachkommissionen zur besseren Früherkennung der Qualifikationsentwicklung. Neben der weiteren Individualisierung und Differenzierung der Berufsbildungswege sowohl für leistungsschwächere junge Menschen, die besonderer Förderung bedürfen, als auch für begabte Auszubildende, geht es ferner darum, neue Wege zu beschreiten und expandierende Beschäftigungsfelder zu identifizieren, für die duale Ausbildungsmöglichkeiten bislang fehlen. Das Gesundheits- und Sozialwesen ist ein solcher bildungs-, beschäftigungs- und sozialpolitisch bedeutsamer Wachstumsbereich mit einem immensen Bedarf an qualifizierten Fachkräften, in dem es jedoch keine dualen Ausbildungsberufe gibt. Deshalb sollten alle Bestrebungen zur Erschliessung dieses Bereichs gebündelt und die ordnungspolitischen Voraussetzungen für einen entsprechend geregelten Beruf und Ausbildungsgang geschaffen werden. Ebenso sollten die neuen, sogenannten kooperativen Modelle der Kombination berufsbildender Vollzeitschulen mit Betriebspraxis zur Verbesserung der Situation auf dem Ausbildungsmarkt genutzt werden. (BIBB2)