Handlungskompetenz und Migrationshintergrund: Schulabsolventen und -absolventinnen mit Migrationshintergrund in der Ausbildung : Abschlussbericht zum Forschungsprojekt 2.4.201 (Laufzeit II/2007 - III/2010)
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"Der Migrationshintergrund von Auszubildenden ist nicht nur an der ersten Schwelle von Bedeutung, sondern auch innerhalb der Ausbildung selbst. Es sind phänotypische Merkmale, sprachliche Praxen, normative Orientierungen und religiöse Gebote, die im betrieblichen Kontext zu Unterscheidungen im Hinblick auf natio-ethno-kulturelle Zugehörigkeit führen. Der Einfluss einiger dieser Aspekte auf den Erwerb bzw. die Vermittlung beruflicher Handlungskompetenz ist offenkundig - dies betrifft deutsche Sprachkenntnisse und normative Orientierungen, wie den respektvollen Umgang mit Vorgesetzten. Bei anderen ist ein Zusammenhang nicht unmittelbar nachzuweisen: Die Einhaltung religiöser Vorschriften bei Betriebsfeiern oder phänotypische Merkmale, wie Hautfarbe, entfalten ihre Wirkung auf eher subtile Weise; sie bleiben implizit und damit unhinterfragt. Welche Aspekte des Migrationshintergrundes die Interaktionen zwischen Ausbilderinnen/Ausbildern und Auszubildenden beeinflussen und ob sie die Zugehörigkeit zum Betrieb als natio-ethno-kulturellen Kontext befördern oder hemmen, hängt auch ab von den Rahmenbedingungen der Betriebe sowie von persönlichen Merkmalen und Verhaltensweisen der Beteiligten." (Autorenreferat, BIBB-Doku)
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