Wie entwickeln sich angesichts des Strukturwandels zur Wissensgesellschaft und der Einführung der Bachelorstudiengänge die Chancen für duale Ausbildungsberufe und das duale System? : Abschlussbericht
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134805
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Köln
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Abstract
Bisher liegen nur wenige Erfahrungen mit Bachelorabsolventen am Arbeitsmarkt vor. Zahlreiche Studien zeigen, dass Unternehmen Bachelorabsolventen meist der Gruppe der Akademiker zuordnen und diese nur selten mit der Ebene der Facharbeiter, Meister oder Techniker in Verbindung bringen. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat die Auswirkungen der eingeführten Bachelorstudiengänge hinsichtlich Akzeptanz und des (potenziellen) Erfolgs von Bachelorabsolventen am Arbeitsmarkt untersucht, wobei auch deren Effekte und Rückwirkungen auf das duale System betrachtet werden. Ein Curriculumvergleich von dualen Ausbildungsberufen und Bachelorstudiengängen im kaufmännischen Bereich, im IT-Bereich und im gewerblich-technischen Bereich weist Anrechnungspotenzial beruflich erworbener Kompetenzen auf ein Studium auf, wobei sich deutliche Unterschiede je nach Berufsfeld ergeben. Im kaufmännischen Berufsfeld ist eine vergleichsweise hohe sowie im IT- und gewerblich-technischen Berufsfeld eine etwas geringere inhaltliche Übereinstimmung festzustellen. In allen Berufsfeldern ergeben sich Anrechnungspotenziale, die zu einer Verkürzung der Bildungszeiten und zur Motivation von studieninteressierten Berufspraktikern führen könnten. Die vergleichende Analyse der Einkommen deutet gegenwärtig nur geringes Konkurrenzpotenzial zwischen Ausbildungs- und Bachelor- bzw. Fachhochschulabsolventen an. Laut Unternehmensumfrage zum betrieblichen Qualifikationsbedarf zeigt sich eine hohe Präferenz für duale Studiengänge. Die Unternehmen sehen einen klaren Weiterentwicklungsbedarf für die Berufsausbildung. Sie plädieren für eine höhere Durchlässigkeit der Ausbildung, für die Verzahnung von Ausbildung, Weiterbildung und Studium und für mehr zeitliche und inhaltliche Flexibilität in der Ausbildung. (BIBB-Doku)