Studieren ohne Abitur: eine Zwischenbetrachtung vier Jahre nach Inkrafttreten des KMK-Beschlusses
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Abstract
"Studieren ohne Abitur ist in an deutschen Hochschulen für drei Gruppen geregelt: neben den 'künstlerisch Begabten' sind es die 'besonders Begabten' und die 'beruflich Qualifizierten'. Im Kern des bildungspolitischen Diskurses und einiger weniger Studien der letzten Jahre steht die quantitativ größte Gruppe der beruflich Qualifizierten, diejenigen also, die eine berufliche Aus- oder Fortbildung abgeschlossen haben und über mehrjährige Berufserfahrung verfügen." In ihrem Beitrag geht die Autorin, Leiterin der Abteilung Lebenslanges Lernen im HIS-Institut für Hochschulforschung in Hannover, der Frage nach, was sich nach Inkrafttreten des Beschlusses der Kultusminister in Bezug auf erweiterte Bildungschancen sagen lässt. Wie sieht es mit der Umsetzung in Länderrecht aus? Was kann über die Immatrikulationserfolge dieser Zielgruppe gesagt werden? Welche Probleme oder nicht intendierten Effekte sind zu erkennen? Die Bilanz trotz steigender Anfängerzahlen bewertet sie überaus widersprüchlich. Insbesondere durch die Art der Eignungsfeststellung, durch mangelnde Transparenz in der Bestimmung der sog. affinen Studiengänge, die Lücken bei der Bestimmung gleichwertiger Qualifikationen und durch die Hochschulzulassungsregelungen, die Studierenden ohne Abitur kaum eine Chance geben, bauen sich weiterhin hohe Hürden auf. Die Gruppe der Studieninteressenten des dritten Bildungswegs, so die Autorin, benötige dringend eine Lobby, die bei der Entwicklung neuer rechtlicher Regelungen wie der Staatsvertrag sie darstellt, die Interessen der Gruppe vertritt. (BIBB-Doku)
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