Zur Bedeutung und zum Verhältnis von Wissen und Erfahrung im Kontext beruflicher Arbeit und Ausbildung
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Abstract
"Der Autor kritisiert die in Argumentationen zur zunehmenden Akademisierung häufig verwendeten Kausalitäten zwischen wissensbasierter Produktion, der Zunahme wissensbasierter Arbeitsanforderungen und der Bedeutungszunahme theoretisch-systematischer Wissensformen. Dem hält er entgegen, dass die mit Berufsarbeit korrespondierenden wissenschaftlichen Disziplinen nur einen Teilaspekt des Wissens und der Kompetenzen abdecken, die das Hintergrundwissen beruflicher Facharbeit ausmachen. Entsprechend ständen das akademische Wissen und das in der Facharbeit benötigte Wissen nur bedingt in einem Zusamenhang. Es existierten keine vergleichbaren Kriterien für akademisch erworbenes Wissen und beruflich erworbene Kompetenzen im Hinblick auf berufliche Aufgaben. Sowohl berufliche Erfahrung als Zugangskriterium zur Hochschule sei fragwürdig als auch die Zuschreibung einer Befähigung akademisch Ausgebildeter für berufliche Positionen ohne praktische Erfahrungen. Er plädiert für eine Weitung des Erfahrungsbegriffes unter Einbezug der jeweiligen sozial-kulturellen Praxis, auf deren Grundlage Wissen und Erfahrung miteinander zu verknüpfen wären." (Hrsg., BIBB-Doku)