Zur Sozialgeschichte der Berufsbildungstheorie
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Abstract
"Die Berufsbildungstheorie gilt als der grosse Durchbruch, die alte Kontroverse um das Verhältnis von Berufs- und Allgemeinbildung zu beenden. In dem Sinne fand sie breite Anerkennung, zumal bei den Berufspädagogen. Darüber blieb die Frage aussen vor, was eigentlich 'Anlass' dafür war, im späten Kaiserreich eine solche Theorie zu formulieren. War sie wirklich nur ein bildungstheoretischer Durchbruch, oder war sie ein Ansatz, vielleicht sogar das wichtigste Legitimationsmittel, einem bildungspolitischen Dammbruch zu wehren? Der Beitrag geht dieser Frage nicht bildungstheoretisch, sondern sozial- und bildungspolitisch-geschichtlich nach. Das Ergebnis lässt die gängige Bewertung der Berufsbildungstheorie zumindest überdenken und stellt ihre Bedeutung für den beruflichen Bildungsweg in ein neues Licht." (Autorenreferat)