Erfahrungswissen der Produktionsarbeiter als Innovationspotential
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München
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Abstract
Wissen ist mittlerweile in den produktiven Wirtschaftsbereichen zum wichtigsten Produktionsfaktor geworden. Besondere Bedeutung für die Bewältigung der hohen Dynamik und Komplexität betrieblicher Abläufe besitzt erfahrungsgeleitetes Handeln sowie die Nutzung von Erfahrungswissen, das nicht im Rahmen einer formalen Ausbildung, sondern in der Auseinandersetzung mit der konkreten betrieblichen Praxis erworben wird. Der Verfasser will mit seinem Beitrag zur Klärung der Frage beitragen, wie eine Ausschöpfung des im Erfahrungswissen liegenden Innovationspotentials ermöglicht und wie Erfahrungswissen im Unternehmen gefördert werden kann. Er nennt als Grundvoraussetzung für eine systematische Förderung und Nutzung des Erfahrungswissens, dass dieses Wissen auf der strategischen Ebene des Unternehmens als relevantes Wissen betrachtet und offiziell als solches deklariert wird. Gruppen und Teams seien der geeignete Rahmen für kollektive Lernprozesse und damit für den Austausch von Erfahrungswissen. Erfahrungswissen müsse verknüpft werden mit Fach- und Prozesswissen in Verbindung mit Sozial- und Methodenkompetenz und Organisationsfähigkeit. Arbeitsplatznahe und prozessorientierte Formen des Lernens seien für die Weiterbildung besser geeignet als herkömmliche Seminare. (BIBB2)