Ein bisschen Goethe, ein bisschen Markt. Studium und Lehre
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Abstract
Die Diskussion um das literaturwissenschaftliche Studium geht weiter. Kaum eine akademische Disziplin hat sich seit langem derart intensiv mit sich selbst beschäftigt wie die Literaturwissenschaft. Dies geschah im Kontext eines schnellen, bis ins Modische gehenden Wechsels von Theorien und Methoden in den Debatten. Die Literaturwissenschaft steht als Disziplin, die sich aus vielfältigen und nicht immer eng zusammenhängenden Fragestellungen zusammensetzt, angesichts einer sich rasant ändernden Umwelt unter ständigem Druck, die eigenen Aufgaben und Grenzen zu bestimmen. Dies betrifft zusehends auch die Lehre. Während die Methodendiskussion primär innerwissenschaftlich motiviert ist, reagiert die Frage der Studienreform auch auf Irritationen von aussen, vorrangig auf die Tatsache nämlich, dass der Arbeitsmarkt längst nicht mehr so viele geisteswissenschaftliche Absolventen abnimmt wie noch vor Jahrzehnten. (HOF/Text übernommen).