Handlungsorientierte kaufmännische Prüfungen: Utopie oder bereits Realität?
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Abstract
Der Verfasser definiert einleitend die Begriffe Handlung, Handlungskompetenz und Handlungsorientierung und geht dann auf handlungsorientierten Unterricht ein. Daraus leitet er Ansätze für handlungsorientierte und praxisnahe Prüfungsaufgaben ab. Er bezieht sich dabei auf das Konzept des Modellversuchs KoPrA, das den Anforderungen an die Verwendung des Begriffs der Handlungsorientierung am ehesten entspricht. Dieses Modell berücksichtigt in differenzierter Form die geforderte Einbeziehung von selbstständigem Planen, Durchführen und Kontrollieren bei Ausbildung und Prüfung. Das Handlungsmodell wird ergänzt durch einen Katalog von Schlüsselqualifikationen und ein Klassifikationsschema nach Inhaltsaspekten. Im Mittelpunkt des Konzepts für die Aufgabenerstellung steht ein Ansatz zur Simulation beruflicher Handlungen, bei dem es darum geht, einen Arbeitsablauf, der von betrieblichen Praktikern eingebracht wird, in Arbeitsschritte zu zerlegen, diesen Arbeitsschritten die verschiedenen Handlungselemente zuzuordnen und jeweils Teilaufgaben zu den Handlungselementen zu erstellen. Die Teilaufgaben sollen dem Verlauf der Gesamthandlung folgen und vom Prüfling Planen, Durchführen und Kontrollieren erfordern. (BIBB2)