Auf der Suche nach dem bildungspolitischen Kompromiss : Schulzeitverkürzung
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100549
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Abstract
Die Debatte um Schulzeitverkürzung wird derzeit vorwiegend unter dem Aspekt der radikalen Alternative geführt, generell für alle Schüler am Gymnasium entweder zwölf oder dreizehn Jahre Schulzeit vorzusehen. Die Verfasser plädieren für Modelle, die einen tragfähigen Kompromiss insofern darstellen, als sie alternative Lösungen in der Schulzeitfrage ermöglichen. Ein Modell dieser Art ist der seit 1990 in Rheinland-Pfalz laufende Schulversuch zur "Begabtenförderung am Gymnasium mit Schulzeitverkürzung" (BEGYS). Ziel ist, leistungsfähigen und leistungswilligen Schülern zu ermöglichen, das Gymnasium in zwölf statt in dreizehn Jahren zu absolvieren. Der Beitrag skizziert zunächst den Schulversuch, thematisiert dann Bedenken und Befürchtungen gegenüber dem Schulversuch und entwickelt in einem zweiten Schritt den Kompromisscharakter des Schulversuchs. (BIBB2)