Berufsbildung in Europa - zur Begründung eines europäischen Qualifikationsrahmens (EQF)
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Bremen
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Abstract
Die europäischen Bildungsminister haben 2002 vereinbart, einen europäischen Berufsbildungsraum zu schaffen. Als Grundlage soll ein Europäischer Qualifikationsrahmen (EQF) dienen. Das Institut Technik und Bildung (ITB) der Universität Bremen sieht in dem vorgeschlagenen achtstufigen Qualifikationsrahmen keine geeignete Grundlage für eine europäische Berufsbildung. Die lineare, achtstufige Qualifikationshierarchie entspreche weder der Realität der flachen Qualifikations- und Entscheidungshierarchien moderner Unternehmen noch den Strukturen des Beschäftigungssystems. Das ITB hält dagegen einen übersichtlichen und damit faktisch auch vergleichbaren Qualifikationsrahmen mit drei Stufen für angemessen. Den Grad der Berufsfähigkeit sehen die ITB-Wissenschaftler als entscheidendes Definitionskriterium für die Qualifikationsniveaus an. Sie unterscheiden die Stufen Un- und Angelernte, Beschäftigte des intermediären Bereiches (Mittelqualifizierte) und hoch Qualifizierte (mit Hochschulabschluss). Das Modell erlaubt allen EU-Ländern mit ihren unterschiedlichen Ausbildungsgängen eine Qualifizierungszuordnung. (BIBB)