Die empirische Fundierung der Curriculumentwicklung: Annäherungen an einen vernachlässigten Forschungszusammenhang
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127915
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Abstract
"Die Autoren stellen die Gründe für die Beschäftigung mit dem Themengebiet Qualifikationsforschung und Curriculumentwicklung dar. Für seine Ausdifferenzierung führen sie folgende Entwickungen an: Reduktion funktionsorientierter Organisationskonzepte zugunsten prozessorientierter Strukturen in der betrieblichen Arbeit; neue Anforderungen an Arbeits- und Berufswissen und -können; Paradigmenwechsel im Leitbild der Berufsbildung: Mitgestalten statt Anpassen; Neuordnung von Berufen und Berufsfeldern; Lernfelder; Herausbildung ordnungsbezogener Qualifikationsforschung; Berufsbildungsanalyse im Kooperationsprojekt zwischen BIBB und ITB. Vor diesem Hintergrund stelle sich die Inhaltsfrage für die Berufsausbildung in einem seit Beginn des 20. Jahrhunderts nicht gekanntem Ausmaße neu. Die Herausgeber geben einen Einblick in verschiedene Facetten und Fragen der Berufsbildungsforschung gegeben (z.B. Berufsentwicklung, Akteure und Institutionen der Curriculumkonstruktion, Interdisziplinarität im Forschungsfeld, didaktische Prinzipien). In Bezug auf künftige Auseinandersetzungen mit diesem Forschungsgebiet fordern sie zu einer stärkeren Berücksichtigung der Akteursdimension/Politikhaltigkeit im Prozess von Curriculumkonstruktionen, der Konstruktionskriterien von Curricula und der berufsfeldspezifischen Entwicklungen auf. Dem berufs- und wirtschaftspädagogischen Anspruch folgend, via Berufsbildung berufliche und soziale Anpassung und Emanzipation zu integrieren, rekurrieren sie auf die drei curricular-didaktischen Prinzipien (Wissenschaftsprinzip, Situationsprinzip und Persönlichkeitsprinzip) und binden diese in den hier behandelten Forschungsschwerpunkt ein." (BÜCHTER (Rezension 5-2006) www.bwpat.de/rezensionen, BIBB-DOKU)