Aktuelle Entwicklungen in den Berufsbildungssystemen Englands und Australiens - wohin steuert die Kompetenzorientierung?
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165145
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Abstract
Länder wie England und Australien mit ihrer auf Outcomes ausgerichteten Kompetenzorientierung in der Berufsbildungspolitik tragen vor allem ökonomischen Zielgrößen wie internationale Wettbewerbsfähigkeit, Produktivität und Employabilität Rechnung. Gleichzeitig besteht eine Ambivalenz, einerseits eine qualifikationsorientierte Reform des Berufsbildungssystems auf den Weg bringen zu wollen, andererseits eine Politik der Öffnung hin zu den Hochschulen propagieren zu wollen. "Im Beitrag wird aufgezeigt und kritisch diskutiert, wie sich das angelsächsische Verständnis von Kompetenz auf strukturelle Innovationen und programmatische Schwerpunktbildungen der nationalen Berufsbildungspolitik übertragen hat und inwieweit hier auch von einer spezifischen Problemlage gesprochen werden kann, die mit institutioneller und pädagogischer Unterreglementierung in Verbindung gebracht werden kann. Es zeigt sich, dass das anspruchsvolle Ziel der Öffnung des Berufsbildungssystems und das Bemühen um Gleichwertigkeit zwischen allgemein akademischer und beruflicher Bildung auch dort an ihre Grenzen stoßen, wo traditionell 'geerdete' Strukturen der nicht akademischen Ausbildung, wie wir sie aus den deutschsprachigen Ländern kennen, so nicht (mehr) existieren." (Autorenreferat, BIBB-Doku)