Die müssen Marktwirtschaft doch erst mal lernen... : Arbeitsplatzallokationen im ostdeutschen Transformationsprozess
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Weinheim
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Abstract
"Einer verbreiteten Auffassung zufolge sind die Transformationsprobleme auf dem Weg zur "inneren Einheit" Deutschlands zurückzuführen auf biographische Defizite der Ostdeutschen: infolge ihrer Sozialisation in einer Gesellschaft mit umfassender institutioneller Steuerung und Kontrolle hätten sie die den Anforderungen moderner individualisierter Gesellschaften angemessenen biographischen Kompetenzen nicht entwickeln können. Der Artikel befasst sich mit diesem verbreiteten Argument, indem er das Arbeitsmarktverhalten der Ostdeutschen seit der "Wende" untersucht. Dabei richtet sich der Focus auf die unterschiedlichen Wege zur Realisierung von Arbeitsmarktallokationen. Es zeigt sich, dass die Ostdeutschen nicht durch einen passiven Arbeitsmarkthabitus charakterisiert sind: entgegen jener verbreiteten Annahme verlassen sie sich nicht einfach auf staatlich-institutionelle Vermittlungsleistungen, sondern agieren vielmehr eigeninitiativ und effektiv am Arbeitsmarkt." (Autorenreferat, IAB-Doku)