Lebenslanges Lernen und soziale Inklusion - der Markt alleine wird's nicht richten
item.page.bibb.id
129072
Loading...
Date
Journal Title
Journal ISSN
Volume Title
Publisher
item.page.bibb.publisherplace
item.page.bibb.participation
item.page.bibb.citedinbibb
item.page.bibb.researchfocus
item.page.bibb.reviewof
item.page.bibb.citationdr
Abstract
Die Autoren untersuchen die Frage, wie soziale Ungleichheit bei der Beteiligung an beruflicher Weiterbildung zustande kommt und welche Folgen diese Form der Bildungsungleichheit für Individuen und Gesellschaft hat. Sie vertreten die These, dass allzu großes Vertrauen in die Marktmechanismen beim Zugang zur beruflichen Weiterbildung tendenziell zur Fortschreibung bzw. zur Verstärkung sozialer Ungleichheiten geführt habe. Das freie Spiel der Kräfte von Angebot und Nachfrage auf dem Markt für Qualifikationen führt in der Tendenz zu raschen Erträgen aus Bildungsinvestitionen, die gerade in Phasen der gesamtwirtschaftlichen Stagnation zu ungleichen Zugangschancen in berufliche Weiterbildung führen. Selektive Vorteile beim Zugang zur institutionalisierten und daher allgemein anerkannten beruflichen Weiterbildung führen über sozial ungleiche Bildungschancen zu verschärften Ungleichheiten auf den Arbeitsmärkten und in den Berufsverläufen. Hierbei vergrößern sich die Disparitäten in Bezug auf Bildung, Einkommen, Sozialstatus und Lebenschancen zwischen den besser gebildeten und den an- und ungelernten Erwerbspersonen. Ziel des Beitrages ist es, neueres empirisches Material zur Stützung dieser These vorzulegen und die Funktionsweise der sozialen Selektivität am Beispiel beruflicher Weiterbildung aufzuzeigen. Dabei soll insbesondere die Frage im Vordergrund stehen, welche Faktoren die Weiterbildungsentscheidung von Frauen beeinflussen bzw. ihre Teilnahmechancen hemmen. Die möglichen familienspezifischen sowie beruflichen und betrieblichen Einflussfaktoren werden anhand einer Modellschätzung auf Erklärungskraft überprüft. Betrachtet wird die berufliche Weiterbildung, die im Rahmen von betrieblichen und außerbetrieblichen Kursen und Lehrgängen, also organisiert, erfolgt. Die Analysen beruhen auf den Individualdaten des deutschen Sozioökonomischen Panels (SOEP). (BIBB2)