Zuwanderer mit türkischem Migrationshintergrund schlechter integriert : Indikatoren und Analysen zur Integration von Migranten in Deutschland
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151935
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Abstract
Der Beitrag zielt darauf ab, Erfolge und Defizite der Integration von Zuwanderern und deren Nachkommen in die deutsche Gesellschaft anhand ausgewählter Indikatoren in verschiedenen "life domains" und differenziert nach Zuwanderergruppen empirisch zu bestimmen und zu analysieren. Der Auswahl der Indikatoren, an denen Integrationserfolge und -defizite nachfolgend gemessen werden, liegen zwei unterschiedliche Konzepte und Operationalisierungsansätze von Integration und Integrationserfolg zugrunde. Integration kann einerseits am Ausmaß der ökonomischen und sozialen Gleichheit zwischen einheimischer Bevölkerung und Zuwanderern gemessen und beurteilt werden. Nach diesem Verständnis sind Zuwanderer umso besser integriert, je weniger sie im Hinblick auf die Verteilung von Ressourcen und geschätzten Gütern wie Bildung und Ausbildung, (Erwerbs-) Beteiligung, Einkommen und Lebensqualität gegenüber Einheimischen, d. h. Deutschen ohne Migrationshintergrund, systematisch schlechter gestellt oder benachteiligt sind. Ein zweites für die Indikatorenauswahl verwendetes Integrationsverständnis bezieht sich auf die Identifikation mit der bzw. die Distanz zur deutschen Aufnahmegesellschaft. Damit werden die Dimensionen der kulturellen, interaktiven und identifikativen Integration angesprochen. Als Datengrundlage werden jeweils die aktuellsten derzeit für die Forschung zugänglichen Erhebungen des Mikrozensus (2008) und des sozio-oekonomischen Panels (2009) verwendet. Die Befunde lassen das Fazit zu, dass türkischstämmige Zuwanderer durchgängig schlechter integriert sind als andere Zuwanderergruppen. Das gilt sowohl für die Unterschiede in den Lebensbedingungen gegenüber der einheimischen Bevölkerung als auch für die betrachteten Aspekte der kulturellen, sozialen und identifikativen Integration. (Textauszug, BIBB-Doku)