Systematische Benachteiligung durch das deutsche schulische Benachteiligungssystem : Einsprüche
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Abstract
Gegen die gegenwärtige technokratische Umsteuerung des Bildungswesens wurden von Pädagogen Einsprüche formuliert, in denen sie der vorherrschenden Meinung widersprechen, die Festlegung und Durchsetzung von Leistungsstandards zur Überprüfung von Basiskompetenzen sei ein geeignetes Mittel, um der demokratischen Forderung nach größtmöglicher Gleichheit der Bildungschancen Genüge zu tun. Sie sind der Auffassung, die gegenwärtige Bildungspolitik zeige keine ernst zu nehmenden Anstrengungen, die Ungleichheit der Bedingungen und Chancen für Bildung zu beseitigen, statt dessen setze sie auf die permanente Bedrohung und Kontrolle durch Tests und Prüfungen. Wie Politik und Bürokratie auf die Bildungsarmut, auf Schulabgänger unterhalb einer Ausbildungsfähigkeit reagiert, wird an folgenden fünf Punkten erläutert: 1. Hauptschulabschluss und Ausbildungsbefähigung, 2. Fehlende Berufsorientierung und Jugendberufshilfe, 3. Vergleichende Leistungsstandards für weiterführende Schulen, 4. Das achtjährige Gymnasium und die Erschwerung des Aufsteigens nach der Mittleren Reife, 5. Das Turbo-Abitur für den Schmalspur-Bachelor. Es wird das Fazit gezogen, dass es in der Debatte um Reformen um eine grundsätzliche politische Kontroverse über den Auftrag und den Sinn von Schulbildung und akademischem Studium geht. (BIBB2)