Biographische Übergänge zwischen Studium und Berufsausbildung
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185473
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Abstract
"Der nachfolgende Artikel vertritt die Hypothese, dass Entscheidungen der Bildungs- und Berufswahl keine Momentaufnahmen sind, sondern eine je eigene biografische Vorgeschichte haben. Die Wahl eines bestimmten Bildungsweges mag zwar an einer Stelle des Lebens getroffen werden, ist jedoch durch vorherige Erfahrungen und den geplanten weiteren Lebensweg kontextualisiert. Im Folgenden soll daher danach gefragt werden, wie derartige Übergänge von akademischer in berufliche Bildung biografisch gerahmt sind und welche neuen Erkenntnisse sich daraus über den Zusammenhang von Bildung und sozialer Ungleichheit ergeben. Grundlage dieses Artikels ist eine Untersuchung zu AkademikerInnen, die sich nach ihrem Studium für eine Berufsausbildung entschieden haben. Hierzu wurden bisher 12 narrativ-biografische Interviews (Schütze 1983) durchgeführt. Ausgewertet werden diese Interviews mittels des hermeneutischen Verfahrens der biografischen Fallrekonstruktion (Rosenthal 1995). Die hier vorgestellten Überlegungen können nur einen Ausschnitt der aktuellen Ergebnisse dieser Untersuchung beleuchten. Gerade im Hinblick auf das Verhältnis von Bildung, Biografie und Ungleichheit gewähren sie jedoch bereits relevante Einblicke. Nachfolgend wird zuerst auf den Stand der Forschung und grundlegende theoretische Annahmen eingegangen (Kap. 1). Im Anschluss daran werden zwei Fallbeispiele skizziert, in denen teils gegenläufige Wege vom Studium in die Ausbildung zu erkennen sind (Kap. 2). Zum Abschluss wird eine Diskussion dieser ersten Untersuchungsergebnisse präsentiert (Kap. 3), welche anschließend in einem knappen Fazit zusammengefasst werden." (Autorenreferat; BIBB-Doku)