Berufliche Kompetenz und Personalentwicklung

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Abstract

Die Autoren beginnen mit einem personalpolitischen Einstieg in das Thema und stellen die integrierte Personalentwicklung in den Vordergrund. Dabei beleuchten sie den Ansatz des "Human Ressource Management", der in den Kompetenzen der Mitarbeiter die Grundlage für eine Weiterentwicklung des Unternehmens sieht. Durch die neuen Ziele in der Hochschulbildung, verstärkt Kompetenzen statt Qualifikation zu vermitteln, haben die Hochschulen die Möglichkeit, stärker auf den Bedarf der Wirtschaft einzugehen, und Betriebe stehen vor der Notwendigkeit, sich intensiver um Kooperationen mit Hochschulen zu bemühen. Der Wechsel von der Input- zur Outputorientierung stellt die Hochschulen verstärkt vor die Frage, wie sie mit Studienbewerbern umgeht, die bereits berufliche Kompetenzen bzw. Lernfortschritte im Sinne des Studiengangs erworben haben. Der gesetzliche Rahmen bietet hier einige Möglichkeiten, auf die die Autoren näher eingehen. So kann bspw. die Anrechnung zertifizierter Qualifikationen (APCL) möglicherweise pauschal erfolgen, aber nur in Anspruch genommen werden, sofern eine institutionelle Kooperation zwischen der Hochschule und der Bildungseinrichtung existiert. Die Autoren sehen eine wichtige Unterstützung auf dem Weg zu mehr Durchlässigkeit im nationalen und im europäischen Qualifikationsrahmen. Aus ihrer Sicht bieten die Niveaustufen des EQF die Möglichkeit, die bis heute getrennten Systeme der hochschulischen und betrieblichen Bildung zu integrieren. Abschließend illustrieren die Autoren ihre Überlegungen am Beispiel eines Verbundprojektes von Hochschulen (FH Wirtschaft Berlin, Berufsakademie Weserbergland, Frankfurt School of Finance & Management), das das Ziel hatte, Qualifikationsziele von Studiengängen für die Anrechnung von beruflich erworbenen Kompetenzen zu definieren. Die Autoren ziehen das Fazit, dass die Orientierung am Output im Zusammenhang mit dem lebenslangen Lernen neuartige Anrechnungsmöglichkeiten bietet. Allerdings stellen diese Möglichkeiten eine große Herausforderung dar, wenn sie in die operative Gestaltung von Studiengängen und Anrechnungsverfahren umgesetzt werden sollen. Das Leistungspunktesystem der beruflichen Bildung (ECVET) kann hierzu Anknüpfungspunkte bieten. (Hrsg., BIBB-Doku)

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