Produktionsschulen : Mythos und Realität in der Jugendsozialarbeit
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132308
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Berlin
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Abstract
Bereits in der Weimarer Republik entstand die Reformidee der Produktionsschule mit dem Ansatz, dass theoretisches Lernen in der praktischen Handlung erfolgen sollte und um manuelle Arbeit als Ausgangspunkt einer Erziehung zur Selbsttätigkeit und zur Förderung von Denkprozessen zu erweitern. In Produktionsschulen sind die Teilnehmer unter fachlicher Anleitung produzierend tätig. Es geht um die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen, die Herausbildung sozialer und methodischer Kompetenzen sowie Fachqualifikationen. In den 1990er Jahren wurde in Deutschland die Produktionsschule neu entdeckt. Obwohl das dänische Modell im staatlichen Schulsystem verankert und insofern nur bedingt auf deutsche Verhältnisse übertragbar ist, orientieren sich viele deutsche Projekte an den dortigen Erfahrungen, arbeitslose Jugendliche im Zusammenhang von produktiver Arbeit zur Aufnahme einer Ausbildung oder Arbeitstätigkeit zu qualifizieren. Mit dieser Arbeitshilfe soll die Diskussion über die Weiterentwicklung der beruflichen Qualifizierung unter Einbeziehung des zentralen Merkmals der Produktionsschulefördern: der Integration von Produktion und Dienstleistungen in den Qualifizierungsprozess für Zielgruppen, die aufgrund ihres besonders intensiven Förderbedarfs zunächst außerbetrieblich qualifiziert werden. Dazu wird ein Überblick über den aktuellen Entwicklungsstand und den bisherigen Stand der Fachdiskussion gegeben. (Hrsg., BIBB-Doku)