Der "Trade-Off" zwischen allgemeinem und spezifischem Humankapital in der betriebswirtschaftlichen Hochschullehre
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Abstract
"Die populäre Kritik an der universitären Ausbildung betont die fehlende Praxisorientierung. Programme zum Training nicht- kognitiver Fähigkeiten und eine interdisziplinäre Ausrichtung sollen die Marktchancen der Absolventen verbessern. Dieser Auffassung widerspricht die wirtschaftswissenschaftliche Literatur zur Humankapitalbildung in zwei wesentlichen Punkten. Zum einen muss ein staatliches Ausbildungsangebot auf die Schaffung allgemeinen Humankapitals abstellen. Empirische Arbeiten demonstrieren zum anderen, dass methodisches Grundlagenwissen einer geringeren Abschreibung unterliegt. In der Betriebswirtschaftslehre findet die Kritik an den Lehrinhalten ihren Niederschlag in Vorschlägen zu einer Ablösung des traditionellen Wissenschaftsverständisses durch eine interdisziplinäre Wirtschaftslehre. Im Rahmen von Unternehmenskooperationen sollen insbesondere Kenntnisse moderner Managementkonzepte erworben werden. Die empirische Untersuchung von Konzept-Lebenszyklen zeigt jedoch, dass der nach der Etablierung eines Management-Ansatzes verbleibende Zeitraum bis zu seiner Ablösung regelmässig die Dauer des universitären Hauptstudiums unterschreitet. Eine Verwertung der so erworbenen Fähigkeiten auf dem Arbeitsmarkt erscheint daher kaum möglich." (Autorenreferat)