Berufserfahrung und wissenschaftliches Studium : ein Ver- gleich zwischen der BRD und der DDR
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117483
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Campus-Verlag
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Frankfurt u.a.
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Abstract
"Welche Bedeutung kommt heute noch der traditionellen bildungshumanistisch begründeten Trennung vom Erwerb beruflicher Erfahrungen und akademischer Bildung zu angesichts einer Vielzahl von Studenten, die vor oder während des Studiums erwerbstätig sind? Bei einer gemeinsamen kulturellen Tradition ist für die DDR die Annahme berechtigt, dass in der Frage der Kombination von Berufserfahrung und Studium andere Wege beschritten wurden als hierzulande. Dies könnte man ableiten aus der paradigmatischen Orientierung auf das Prinzip der polytechnischen Bildung. Die Arbeit unternimmt aus dieser Perspektive einen Vergleich der Entwicklung der Hochschulstruktur und des Fernstudiums in beiden deutschen Staaten, ausgehend vom Beginn der Bildungsreformen in den 60er Jahren. Sie verfolgt an diesen Beispielen Rezessionen und Konjunkturen dieser Kombination und deren bildungspolitische Begründung. Der Blick über die Mauer zeigt, dass in der DDR systematische und spezifische Verbindungen von beruflichen Erfahrungen und wissenschaftlicher Ausbildung mehr als in der BRD gefördert werden - allerdings eher im Hinblick auf die Deckung defizitärer Qualifikationsbedarfe als auf die Verbesserung der Chancengleichheit durch weiterführende Bildung." (IAB2)