Grundsätzliches zur Theorie und Praxis der Lehrlings(aus)bildung
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Abstract
Ist das Duale System eine längst überholte, romantische Illusion? Ist es ein Königsweg zu wirtschaftlich unmittelbar einsetzender Qualifikation? Ist es schlicht Tradition, ein "konservatives Relikt" in Deutschland, Österreich und der Schweiz? Ist es ein gefragter Exportartikel? Ist es insgesamt einer den Anforderungen der Zeit entsprechenden und mehr noch einer für die Zukunft tauglichen Weiterentwicklung fähig, bedürftig und würdig? Der Autor begründet Perspektiven zur pädagogisch-verantwortbaren Weiterentwicklung der Berufsbildung. Er weist die tragenden konzeptionellen Grundlagen der Lehrlingsausbildung nach: a) einerseits mit normativen Aussagen über die dem Ausbildungssystem zugrunde liegenden Ansprüche und kritischen Anmerkungen gegenüber Vereinfachungen und dem Anlegen systemfremder Perspektiven und b) mit faktischen Feststellungen, die sich insbesondere auf die österreichischen Verhältnisse beziehen. Durch die Einbeziehung der Theorie der Mobilitäten und der Objektivitäten sowie durch knappe Analysen der Sinnbezüge und Funktionen des Dualen Systems und der Alternativen im Trendverhalten sollen Grundprobleme systemimmanenter, systemergänzender oder systemersetzender Reformansätze aufgezeigt werden. (BIBB2)