EQF und ECVET : Meilenstein zur Verwirklichung Lebenslangen Lernens oder Zerstörung der deutschen Beruflichkeit?
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130237
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Abstract
In dem Beitrag werden zunächst EQF und ECVET im Kontext der Lissabon-Strategie der Europäischen Union skizziert, dann Outcomeorientierung von Bildungsgängen und Bildungsabschnitten und Transparenz als ihre tragenden Grundsätze erläutert. In der Diskussion mit Vorbehalten und kritischen Stellungnahmen wird auf die Souveränität nationaler Qualifikations- und Bildungssysteme verwiesen, wenngleich auch nicht-intendierte Folgewirkungen der europäischen Konzepte und Maßnahmen reflektiert und insbesondere für das Berufsprinzip und das lebenslange Lernen diskutiert werden. Festgestellt wird, dass eine am EQR und an ECVET orientierte Praxis von einer modular strukturierten beruflichen Bildung leichter vorzunehmen ist als vom deutschen, am Berufsprinzip orientierten System. Dessen Bedrohung und mögliche Erosion wird aber nicht aus Gründen der Implementierung des ECVET gesehen, sondern aus den Entwicklungen der Produktions- und Dienstleistungsprozesse in einer sich globalisierenden Ökonomie. Die abschließende Betrachtung gilt der Globalisierung der Ökonomie als "Agens" einer Globalisierung der Qualifizierungsprozesse. (BIBB2)