Klassismuserfahrungen in Österreich : zur Abwertung von Menschen aufgrund ihrer sozialen Klasse
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785120
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Arbeiterkammer Wien
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Wien
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Abstract
„Die vorliegende Studie untersucht Diskriminierungserfahrungen, die Menschen in Österreich aufgrund ihrer sozialen Klassenherkunft oder Klassenposition in der Gesellschaft machen. Diesen Klassismus verstehen wir dabei als Diskriminierung und Abwertung, die sich gegen Menschen in unteren Klassenpositionen richten. Methodisch basiert die Studie auf einer österreichweiten Onlineumfrage und zwanzig leitfadengestützten Einzelinterviews mit Betroffenen, die zwischen Herbst 2023 und Frühjahr 2024 durchgeführt wurden. Sämtliche Betroffene stuften sich selbst oder ihre Klassenherkunft dabei unterhalb der Mittelklasse ein. Die Ergebnisse belegen, dass erste Wahrnehmungen sozialer Ungleichheit bereits in früher Kindheit entstehen, meist in alltäglichen Vergleichsprozessen zu Kindern und Familien aus höheren Klassenlagen. […] So werden heute insbesondere nicht-akademische sowie vermeintlich „einfache“ Dienstleistungsberufe in Form fehlender Anerkennung der Arbeit und Leistung systematisch abgewertet. […] Die Ergebnisse verdeutlichen zuletzt, dass Klassismus als spezifische Form der sozialen Ausgrenzung in einer neoliberalen Gesellschaft verstanden werden muss, in der die Illusion der Chancengleichheit aufrechterhalten wird, während strukturelle Benachteiligungen unterer Klassen persistieren.“ (Textauszug; BIBB-Doku)
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