Sind MINT-Berufe zukunftsträchtig auch für Hauptschülerinnen? : Pädagogische Einflussmöglichkeiten auf die Erweiterung des Berufswahlspektrums
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München
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Abstract
Bis heute sind junge Frauen mit Haupt- oder Realschulabschluss in den als zukunftsträchtig geltenden Berufen im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) unterrepräsentiert. Untersuchungen zu den Übergangswegen zeigen, dass Hauptschülerinnen nach ihrem Abschluss entweder höhere Abschlüsse anstreben, eine schulische Ausbildung beginnen oder in frauendominierte duale Ausbildungsberufe einmünden. In einem Forschungsprojekt des DJI wurde untersucht, welche Bedeutung MINT-Berufe in der Berufsorientierung für Hauptschülerinnen haben. Befragt wurden Lehrkräfte Hamburger und Münchner Stadtteilschulen sowie Fachkräfte außerschulischer Projekte zur Berufsorientierung. Im Mittelpunkt der qualitativen Untersuchung stehen Gelingensbedingungen und Barrieren in der Berufsorientierung auf zukunftsträchtige Berufe. Es wird dargestellt, welche Maßnahmen durchgeführt werden, um das Berufswahlspektrum von Hauptschülerinnen auszuweiten, inwieweit Konzepte und Programme einer gendersensiblen Berufsorientierung realisiert werden und welche Einstellungen, Erfahrungen und Einschätzungen Pädagogen den Maßnahmen zugrunde legen. Die befragten Pädagogen sehen den Hauptschulabschluss als die zentrale Barriere an, einen Beruf im MINT-Bereich zu ergreifen. Überlegungen und Handlungsempfehlungen der Studie zeigen, wie die berufliche Orientierung an den Schulen verbessert werden könnte. (BIBB-Doku)