Zum Verbleib ehemaliger Teilnehmer des Berufspraktischen Jahrs in Bayern : ein Beitrag zu Möglichkeiten und Grenzen von Wirkungsforschung
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108450
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Abstract
"Das Berufspraktische Jahr (BPJ) ist eine von den Bildungswerken der Wirtschaft durchgeführte berufsvorbereitende Massnahme für jüngere Arbeitslose unter 25 Jahren. Es wird in Kooperation mit Betrieben durchgeführt, in denen die Teilnehmer ein Praktikum absolvieren. Die Auswertung einer postalischen Befragung nach dem Ex-Post-Kontrollgruppendesign möchte den Verbleib ehemaliger Teilnehmer des BPJ in Bayern beschreiben und tentative Aussagen zur Massnahmewirkung machen. Das Design konnte allerdings nur unvollkommen eingelöst werden. Verzerrungen bei der Bildung der Kontrollgruppe und Einschränkungen der Datenqualität vor allem bei zeitlichen Angaben zwingen zu einer vorsichtigen Interpretation. Die Quote der Einmündungen ehemaliger BPJ-Teilnehmer in Beschäftigung oder Ausbildung nach Massnahmeaustritt ist relativ hoch. Das gilt besonders für Teilnehmer, die vor Massnahmeeintritt ihre berufliche Ausbildung mehrfach abgebrochen haben. Die hohe Integrationsquote ehemaliger BPJ-Teilnehmer wird jedoch relativiert durch einen verhältnismässig hohen Anteil atypischer Beschäftigungsverhältnisse, die mit geringerer Beschäftigungssicherheit verbunden sind. Berücksichtigt man diesen Sicherheits- oder Stabilitätsaspekt, dann manifestiert sich die Massnahmewirkung nicht in einem Integrationsvorsprung der Teilnehmergruppe insgesamt. Diese Wirkung bezieht sich vielmehr auf eine Teilgruppe. Sie erweist sich darin, dass längerfristig Arbeitslose der BPJ-Gruppe eine grössere Integrationschance haben als längerfristig Arbeitslose der Vergleichsgruppe. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass das BPJ besonders für sogenannte Problemgruppen innerhalb der Teilnehmerschaft eine Hilfe darstellt." (Autorenreferat)