Berufsschulpolitik - Bildungssteuerung und Vereinnahmung von Bildungsansprüchen durch die Interessenlage der zuständigen politischen Akteure
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Abstract
Aufgrund einer Vielzahl von Akteuren, Interessenlagen und Zuständigkeiten auf Länder-, kommunaler und Verbandsebene ist die Ordnung und Steuerung des Berufsbildungssystems in Deutschland hochkomplex. Der Berufsschule komme dabei nicht die Rolle zu, die sie angesichts des Wandels zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft als wichtige Sozialisationsinstanz mit ihrem Innovationspotenzial haben könnte und sollte. Die Gründe sieht der Autor maßgeblich in den Verantwortlichkeiten, Interessenlagen und Unterlassungen der zuständigen politischen Akteure. Pukas charakterisiert im Beitrag die Berufsschulpolitik der zuständigen Akteure (Staat, Unternehmerschaft, Gewerkschaften, Berufsschullehrerschaft, Berufs- und Wirtschaftspädagogik) nach ihrer Interessenlage, die insbesondere an ihrer Haltung zur Verabschiedung und Umsetzung des Berufsbildungsreformgesetzes (BBiG 2005) aufgezeigt und überprüft wird. Der Beitrag endet mit Reformempfehlungen, die Berufsschule mit den angelagerten Schulformen zum gleichberechtigten dualen Ausbildungspartner und als Zentrum für die nichtakademische Berufsbildung aufzuwerten. (BIBB-Doku)