Historiker - ein Berufsbild im Wandel
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108482
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Deutscher Instituts-Verlag
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Köln
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Abstract
"Arbeitsplätze für Historiker gibt es traditionsgemäss an den 69 westdeutschen Hochschulen mit Philosophisch-Historischen Fakultäten oder mit dem Fachbereich Geschichte. Hinzu kommen derzeit etwa 60 Einrichtungen der Landesgeschichte, zahlreiche Staatsarchive sowie gut 40 kulturgeschichtliche Museen und 120 Wirtschaftsarchive. Die Tatsache, dass heute mehrere Tausend Historiker wirtschaftnahe Tätigkeiten ausüben, ist der zunehmenden Akademisierung des Wirtschaftslebens zuzuschreiben. Dass besonders Geisteswissenschaftler verstärkt Zugang zu Erwerbstätigkeit in der Wirtschaft gefunden haben, ist vor allem durch den Anfang der achtziger Jahre einsetzenden Angebotsdruck der Lehrerarbeitslosigkeit begründet. Allerdings reagierten die Betriebe auf den Akademikerüberhang recht unterschiedlich. Viele Unternehmen orientierten sich bei der Planung und Gestaltung von Arbeitsplätzen für Akademiker eher an konjunkturellen und technologischen Impulsen. Den typischen Historiker-Arbeitsplatz in der Wirtschaft gibt es nicht. Historiker arbeiten in Wirtschaftsarchiven, in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, im Management von Unternehmen und Verbänden, in PR-Agenturen. Jeder achte ist als Journalist, Redakteur und Lektor, Übersetzer oder Dokumentar tätig. Jeder vierte Geisteswissenschaftler in der freien Wirtschaft übt einen Datenverarbeitungs- oder Büroberuf aus, jeder fünfte ist auch in der Wirtschaft in einem Lehrberuf tätig. Domäne der Historiker in der Wirtschaft ist damit der sekundäre Dienstleistungsbereich." (Autorenreferat)