Professionalisierung von personenbezogenen Dienstleistungen in intermediären Organisationen
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97339
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Abstract
Im Zuge der fortschreitenden gesellschaftlichen Modernisierung werden personenbezogene Aufgaben zunehmend von kooperativen intermediären Organisationen übernommen. Ursprünglich aus Initiativen und Projekten der Alternativbewegung hervorgegangen, bieten diese Organisationen Dienstleistungen wie Erziehung, Weiterbildung und Beschäftigung auf dem zweiten Arbeitsmarkt, soziale Arbeit und Beratung. Der intermediäre Bereich wird als Berufsfeld für Akademiker immer bedeutsamer. Ursprünglich alternativ und antiprofessionell eingestellte Akteure versuchen heute, ihre Dienstleistungstätigkeiten zu professionalisieren und entwickeln sich zu "Freiberuflern" und "Sozialunternehmern" in diesem Bereich. Der Beitrag stellt Befunde aus einer Untersuchung vor, die im Rahmen des Forschungsschwerpunktes "Arbeit und Bildung" an der Universität Bremen durchgeführt wurde. Befragt wurden Akteure, die zunächst auf der Grundlage eines kollektiven politisch- moralischen Selbstverständnisses ihre Tätigkeit mit betont antiprofessionellen Konzepten begonnen haben. Es wurde gefragt, was sie unter Professionalisierung verstehen, und wie sie den Wechsel von Antiprofessionalität zu Professionalität begründen. Abschliessend wird eingeschätzt, dass das Verhältnis der Professionalisierungsbemühungen aus dem Praxisfeld heraus zu den bislang vorherrschenden wissenschaftszentrierten Professionalisierungsstrategien neu zu bestimmen wäre. (BIBB)