Studienabbruch - Werkstattbericht als Beitrag zur aktuellen Diskussion
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108412
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Abstract
In der bildungspolitischen Diskussion werden häufig Quoten von 20 % bis weit über 50 % zum Umfang des Studienabbruchs genannt. Zu prüfen, ob und inwieweit diese Angaben zutreffen, war Anlass für diesen Werkstattbericht. Dabei werden auch die Ergebnisse von Bemühungen vorgestellt, mit Hilfe eines neu entwickelten EDV- gestützten Verfahrens aus Bestandsdaten der amtlichen Hochschulstatistik und aus Ergebnissen von HIS- Stichprobenuntersuchungen Studienabbruchquoten zu berechnen. Es sind erste, nur grob strukturierte Ergebnisse, die als Näherungswerte für den Umfang des Studienabbruchs dessen Grössenordnung nach Auffassung von HIS bereits soweit beschreiben, dass sie einen Beitrag zur aktuellen Diskussion zum Studienabbruch leisten können. Die von HIS gewählte Vorgehensweise soll in Gesprächen mit Experten überprüft und vor allem weiterentwickelt werden. Im Vordergrund dieser Erörterungen wird weniger das Berechnungsverfahren stehen als vielmehr die Frage, inwieweit die verfügbaren Daten der amtlichen Statistik, die Grundlage dieses Berechnungsverfahrens sind, dafür geeignet sind und ggf. aufgrund von Untersuchungsergebnisen - wie hier geschehen - modifiziert bzw. angepasst werden können bzw. dürfen. Abschliessend wird noch kurz das Problem beleuchtet, dass die Schere zwischen den Entwicklungen von Studienanfängern- und Absolventenzahlen kaum durch den Studienabbruch, sondern im wesentlichen durch die permanente Studienzeitverlängerung bedingt ist. (IAB2)