Die duale Kompetenzprüfung : Konzept zur Weiterentwicklung der Abschlussprüfung zu einem Kompetenznachweis für die Lernorte Schule und Betrieb
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184034
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Abstract
"Die Unzufriedenheit der Akteure im Prüfungswesen wäre Grund genug, sich ausführlich mit dem Prüfungsthema auseinanderzusetzen. Hinzu kommen aber noch die Transformationsprozesse, insbesondere infolge digitaler Technologien. Sie verändern zu prüfende berufliche Kompetenzen und ermöglichen neue Formen des Prüfens. Wir schlagen die Weiterentwicklung der Abschlussprüfung zu einer dualen Kompetenzprüfung vor. Sie gliedert sich in eine Abschlussprüfung, bei der Auszubildende ihre berufliche Handlungskompetenz in tatsächlicher beruflicher Handlung nachweisen, und einen schulischen Kompetenznachweis. Die Abschlussprüfung wird weiterhin von Prüfungsausschüssen bei den zuständigen Stellen abgenommen. Der schulische Kompetenznachweis soll anhand bundeseinheitlicher Bildungsstandards kontinuierlich während der Ausbildung an den Berufsschulen stattfinden. Das Ergebnis der Abschlussprüfung und die ermittelten Kompetenznachweise werden gemeinsam mit dem Abschlusszeugnis ausgewiesen. Ein großer Teil der heute stattfindenden schriftlichen Abschlussprüfungen kann dadurch ersetzt werden, denn was einmal festgestellt wurde, muss nicht noch einmal am Ende geprüft werden. Das vorliegende Diskussionspapier ist in vielen Diskussionsrunden des Prüferberaterkreises der IG Metall entstanden. Der Arbeitskreis hat sich viele Gedanken um alle beteiligten Akteure gemacht und ist der Meinung, dass mit der dualen Kompetenzprüfung ein Modell entwickelt wurde, das dem Anspruch des Berufsbildungsgesetzes (BBiG), berufliche Handlungsfähigkeit festzustellen, Rechnung trägt und alle Beteiligten zu Gewinnern macht." (Textauszug; BIBB-Doku)