Der große Zwang zur kleinen Freiheit : berufliche Bildung im Modernisierungsprozeß
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10453
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Hirzel
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Stuttgart
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Abstract
Die Autoren analysieren unter verschiedenen Blickwinkeln aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der beruflichen Bildung. Dabei haben sie einmal die subjektorientierte und zum anderen die systemtheoretische Perspektive zum Gegenstand ihrer Betrachtungen gemacht. Die berufliche Bildung hat ihrer Meinung nach im Rahmen der Modernisierungsdynamik dazu geführt, dass die erkämpften kleinen Freiheiten in einen grossen Zwang zur Freiheit umschlagen oder anders gesagt, die kleinen Freiheiten (der Subjekte) konkurrieren mit den grossen Zwängen (der Systeme). Insofern ist es den Autoren wichtig, Grenzen des Lernens, also Grenzen des Möglichkeitsraumes von beruflichem Lernen, nachzuspüren sowie das Illusionspotential des Lernens und die Umschlagprozesse für diejenigen sichtbar zu machen, die sich gezwungenermassen ständig durch selbstbestimmtes und heute meist auch selbstorganisiertes Lernen verändern. Die Darlegungen sind in vier Teilen strukturiert worden. Nach einem einleitenden Beitrag zur Schule als vorgelagerte Instanz zur beruflichen Bildung werden in einem ersten Abschnitt Aspekte der Weiterbildung in der beruflichen Bildung angesprochen. Den Bildungsprozessen im Unternehmen ist der zweite Abschnitt gewidmet. Dabei werden Fragen der Modernisierung und betrieblichen Personalpolitik, der lernenden Organisation und Qualitätsaspekte diskutiert. Der dritte Abschnitt beschäftigt sich mit aktuellen Problemen der Entwicklung des dualen Systems. Neben Überlegungen zur Krise des dualen Systems wird die Diskussion zu Schlüsselqualifikationen und Modularisierung aufgegriffen. Im letzten Abschnitt wird das Steuerungsproblem pädagogischer Prozesse angesprochen. (BIBB)