Segmentierung von Anforderungsniveaus : Das Erkenntnispotenzial von Qualifikationsentwicklungsforschung
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129170
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Abstract
Ein Teil des Verlustes an Einfacharbeitsplätzen geht auf die zunehmende Automatisierung von produktionsorientierten Tätigkeiten sowie auf die Verlagerung von Arbeitsplätzen in Niedriglohnländer zurück. Weitere Ursache ist der Trend zu steigenden Arbeitsanforderungen auch im Bereich der einfachen Arbeit. Die Beschäftigten auf An- und Ungelerntenpositionen sehen sich mit mehr und anderen Anforderungen konfrontiert als noch vor 10 oder 15 Jahren. Dieser Qualifikationsshift wird u. a. durch qualifikationsinadäquate Beschäftigung von Facharbeitern, durch starke Fluktuation im Helferbereich und eben auch durch die hohe qualifikationsspezifische Arbeitslosenquote bei gering qualifizierten Erwerbspersonen sichtbar. Der Beitrag beschäftigt sich mit der Entwicklung von Qualifikationsanforderungen an der Schnittstelle von einfacher Arbeit und Facharbeit. Beschrieben wird die Aufgliederung betrieblicher Qualifikationshierarchien am Beispiel elektrotechnischer Tätigkeiten in der Metall- und Elektroindustrie. Von Interesse ist dabei u. a. die Frage nach den technologischen und arbeitsorganisatorischen Veränderungen sowie betriebswirtschaftlichen Kalkülen, die zur Genese neuer Tätigkeitsbündel führen. (BIBB2)